UNTERRICHT

 

 "Die Art, wie du dich selbst gebrauchst, beeinflusst, wie du funktionierst".
(F.M. Alexander)

 

 

Gewohnheiten - wir alle kennen sie, wir alle haben sie. Sogenannte gute Gewohnheiten erleichtern uns zumeist das Leben und wir müssen dank ihnen nicht jeden Tag aufs Neue lernen, wie etwa Fahrradfahren, Zähneputzen oder Schuhe binden funktioniert. Unter schlechten Gewohnheiten hingegen verstehen wir meist offensichtlich schädliche Verhaltensweisen wie Rauchen, Fehlernährung oder Bewegungsmangel.

Doch es gibt noch viel mehr - Gewohnheiten durchziehen unser Leben wie rote Fäden und die meisten von ihnen sind uns derart vertraut, dass sie wie unsichtbar erscheinen. Dazu gehören unter anderem die Art, wie wir uns halten, wie wir stehen, laufen, sitzen, liegen, eine Computermaus benutzen, ein Instrument spielen oder einen Sport ausüben - ja sogar die Art wie wir denken. Kurz: wie wir uns selbst im Leben gebrauchen.

Da die meisten von ihnen weitgehend unbewusst ablaufen, während wir den Anforderungen unseres Alltags nachkommen, merken wir möglicherweise schädliche Auswirkungen oft erst, wenn sich Beschwerden zeigen: Erschöpfungszustände, Rücken- & Kopfschmerzen, Tennisarm, Knieprobleme, steifer Hals, die Liste ist beinahe endlos und unsere Reaktionen darauf meist recht stereotyp - das Problem muss weg!

Der Schmerz wird betäubt, wir bitten einen Experten, uns zu "reparieren" oder unterziehen uns medizinischen Eingriffen.

All diese Anliegen sind legitim, nachvollziehbar und können unsere Beschwerden je nach Situation auch lindern oder verschwinden lassen. Oft jedoch nur für eine begrenzte Zeit, da die Auswirkungen zwar beseitigt oder unterdrückt, aber die zugrunde liegenden Ursachen weder betrachtet noch aufgelöst wurden.

Nach dem seit mehr als 100 Jahren bewährten Verfahren von F.M. Alexander - der sogenannten Alexander-Technik - begleite ich Sie auf der Reise in die Welt Ihrer individuellen Gewohnheitsmuster. Als zertifizierter Lehrer spüre ich mit Ihnen gemeinsam Ihre vorhandenen Muster auf und vermittele parallel dazu Wege, wie Sie zunehmend freier, klarer und besser ausgerichtet durchs Leben gehen können.

Vormalige Beschwerden lassen im Verlauf dieses "Ent-Lern-Prozesses" oftmals deutlich nach, manche verschwinden gänzlich und ganz nebenbei stellt sich nicht selten ein grundsätzliches Gefühl von mehr Leichtigkeit, Lebendigkeit, sowie Leistungs- und Entscheidungsfähigkeit im Leben ein.

 

Wichtig: die Alexander-Technik ist eine edukative Methode mit teils weitreichenden körperlichen und mentalen Auswirkungen, doch soll sie die fachliche Einschätzung und Vorgehensweise eines Mediziners oder Therapeuten nicht ersetzen. Manche Operationen sind schlicht notwendig, medikamentöse Behandlungen nicht immer der schlechteste Weg und grundsätzlich spricht überhaupt nichts dagegen, sich an so vielen Orten wie möglich Hilfe, Linderung oder Unterstützung zu holen.

Meine Arbeit ergänzt bestehende Konzepte, erweitert diese und geht Ihre Themen aus einem gänzlich anderen Blickwinkel an. Am Ende entscheiden Sie dabei stets selber, was Ihnen gut tut, was Sie brauchen und auf welchem Weg Sie den Herausforderungen Ihres Lebens begegnen möchten.

Einen ersten Einstieg können wir im Rahmen einer etwa 80-minütigen Einführungsstunde unternehmen. Dort werden wir Fragen zu Ihrer individuellen Situation und den Möglichkeiten und Grenzen meiner Arbeit erörtern. Außerdem werden Sie erste Erfahrungen mit der sogenannten Hands-on-Arbeit machen und Impulse erhalten, in welche Richtung sich Ihre Situation weiter entwickeln könnte.

Nutzen Sie gerne das Kontaktformular am Ende der Seite oder rufen Sie mich an, um einen Termin zu vereinbaren. Beachten Sie unabhängig davon auch die Zusammenstellung von häufig gestellten Fragen: FAQ

 


 

 

 

ANWENDUNGSGEBIETE

 

 

"Wenn wir aufhören das Falsche zu tun, geschieht das Richtige von selbst."

(F.M. Alexander)

 

 

Die Alexander-Technik ist ein "Meta-Skill", eine universelle Fähigkeit, die gezielt auf das ausgerichtet ist, was Sie im Leben behindert. Als ganzheitliches System der Selbstfürsorge birgt sie das Potential, um Ihr Leben in einer Vielzahl von Bereichen hin zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Die im Folgenden aufgelisteten Bereiche dienen daher nur als grober Überblick über gängige Themenfelder, in denen sich Veränderung zeigen kann.


  Regeneration 

- Rückenschmerzen

- Spannungskopfschmerzen

- Nackenbeschwerden

- Störungen des Bewegungsapparats

(z.B. Fehlhaltungen, Unfallfolgen, Behinderungen)

- Beschwerden der Muskeln, Knochen und Gelenke

(z.B. entzündliche Prozesse)

- einseitige Belastungen in Beruf & Privatleben

- Besonderen Lebenssituationen

(z.B. Schwangerschaft & Elternzeit)

- Anregung von Verdauung & Stoffwechsel

 

 Performance

- Verfeinerung motorischer Tätigkeiten

- höhere Belastbarkeit

- gesteigerte Stressresistenz

- Verbesserung von Atmung & Stimme

- Koordination & Klarheit im Denken

 

● Prävention 

- Verbesserung der Gesamtkoordination

- Haltungs- & Bewegungsschulung

- Balance & Sturzprävention

- reduzierte Abnutzung des Bewegungsapparats

 

Falls Sie unsicher sind, ob Sie von meiner Arbeit profitieren, so können wir dies gerne im persönlichen Gespräch oder im Rahmen einer Einführungsstunde gemeinsam erörtern. Weitere Informationen finden Sie außerdem in den FAQ.


 

 

ÜBER MICH

 

 

 

Geboren 1979 in Kassel, wuchs ich seit meinem 9. Lebensjahr in Trier auf. Ich ging dort zur Schule und absolvierte mein Abitur, sowie den sich anschließenden Zivildienst.

Zum Studium der Fächer Musik und Englisch für das Lehramt an Realschulen zog ich nach Freiburg und beendete diesen Ausbildungsschritt an der Pädagogischen Hochschule mit meinem 1. Staatsexamen. Wie im Lehramt üblich, folgte im Anschluss das Referendariat an einer Freiburger Realschule, sowie dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung. Ich schloss auch diesen Ausbildungsabschnitt mit dem 2. Staatsexamen ab und trat als Realschullehrer ins Berufsleben ein.

Es vergingen mehrere Jahre, doch ich merkte schnell, dass sich das Schulwesen in seiner bestehenden Form nur zu einem geringen Teil mit meinen pädagogischen und fachlichen Vorstellungen in Einklang bringen lässt: Zu wenig Zeit und Raum bleibt für den Einzelnen und dessen Entwicklung im Rahmen seiner individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten.

Dementsprechend war es für mich der zwangsläufig nächste Schritt, mich fortan außerhalb des Schulsystems zu bewegen und meine musikalischen und pädagogischen Fähigkeiten in einem anderen Rahmen mit Menschen zu teilen. Ich machte mich im Jahr 2010 selbstständig und leite seither die Musikschule Time for music, in welcher ich mit unverminderter Freude Gitarren- und Klavierunterricht erteile.

 

 

Im Jahr 2012 stellten sich infolge großer Arbeitsbelastung, hoher Ambitionen und schlechter persönlicher Voraussetzungen körperliche Beschwerden ein, welche rasch chronisch wurden und offensichtlich in unmittelbarem Zusammenhang mit meinem Selbstgebrauch beim Instrumentalspiel standen.

Fachärzte sahen mich infolge ihrer Untersuchungen besorgt an, warfen rasch die Diagnose RSI ein und verhängten das Damoklesschwert einer potentiellen Berufsunfähigkeit über mir. Darüber hinaus versuchte man bereits nach der zweiten Untersuchung, mich auf einen chirurgischen Eingriff einzustimmen, bis zu dessen Durchführung mich Schmerzmittel durch den Alltag bringen sollten.

Mich an den Ratschlag einer alten Dozentin aus dem Studium erinnernd, lehnte ich an dieser Stelle weitere konservative Behandlungsvorschläge vorerst ab und beschloss stattdessen, der sogenannten Alexander-Technik eine Chance zu geben. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Vorstellung von Inhalten und Möglichkeiten der Technik und folgte einfach dem starken Gefühl, nichts zu verlieren zu haben.

In der Alexander-Arbeit stieß ich - frei von irgendwelchen Erwartungen - auf einen mich völlig überraschenden Quell bis heute anhaltenden, schier unerschöpflichen Potentials, mit dem ich so zum damaligen Zeitpunkt nie gerechnet hätte. Nicht nur, dass meine Beschwerden binnen weniger als 10 Wochen deutlich nachließen und ich schon nach wenigen Monaten wieder vollkommen schmerzfrei spielen konnte (und bis heute kann) - auch mein Allgemeinzustand veränderte sich zusehends. Ich wurde (und werde) schleichend immer feinfühliger, belastbarer, ruhiger und klarer, ich schlafe besser, doch brauchte weniger Regeneration, um meinen Alltag zu meistern, werde seltener krank und schneller wieder gesund. Jahrelange Rückenbeschwerden traten zunächst weniger häufig auf und verschwanden irgendwann gänzlich. Auch in meiner Entwicklung als Instrumentalist und Lehrer eröffnen sich bis heute in gepflegter Regelmäßigkeit neue Möglichkeiten und Wege.

Ich war nachvollziehbarerweise gleichermaßen verblüfft & verzückt und wollte unbedingt verstehen, warum sich diese Vielzahl von Effekten zeigte, die ich unstrittig am eigenen Leib erlebte. Ich erahnte zudem bereits an diesem Punkt das Potential, welches die Technik bietet - jedoch zunächst nur in Bezug auf meine Arbeit mit Musikern am Instrument.

Im Jahr 2015 eröffnete sich mir unverhofft die Möglichkeit, berufsbegleitend die 1600 Stunden unfassende Ausbildung zum Lehrer der Alexander-Technik zu absolvieren und ich ergriff diese Chance ohne Zögern. Mein damaliger Wunsch war es ganz klar, zukünftig meine Instrumentalschüler noch tiefer und umfassender begleiten zu können - auch über die gängige Ebene von Erklären & Demonstrieren hinaus.

Ich wurde nach den Richtlinien des Dachverbands ATVD und in der Tradition von Patrick MacDonald ausgebildet. Darüber hinaus hatte ich das große Glück und Vergnügen, immer wieder auch von herausragenden Senior-Teachers wie Giora Pinkas, Martina Kunstwald, Richard Brennan und Alexander Farkas lernen zu dürfen.

 

 

Heute arbeite ich mit Menschen jeder Art an ihren individuellen Bedürfnissen, Einschränkungen und Möglichkeiten. Da ich rasch erkannte, dass Musiker nur eine mögliche Zielgruppe unter vielen darstellen, stehe ich mit meiner Arbeit einer Vielzahl von Menschen zur Verfügung: alten, jungen, kranken, gesunden, über-, sowie unausgelasteten.

Ich bin dank einer hochqualifizierten Ausbildung in der Lage, einer großen Bandbreite von unterschiedlichsten Berufsinteressen dienlich zu sein und die Palette reicht dabei von Musikern, Schauspielern & Tänzern über Yogalehrer, Zahnärzte & Apotheker bis hin zu Physiotherapeuten, Psychologen & Managern. Ich begleite Menschen nach Unfällen und in herausfordernden Lebenssituationen, arbeite mit Senioren - beispielsweise an Themen wie Sturzprävention - und helfe Menschen jeden Alters bei Störungen des Bewegungsapparates. Eine Vielzahl von Schülern kann von meiner Arbeit im Umgang mit Gesellschaftskrankheiten wie Stress, Rücken- & Nackenbeschwerden, Spannungskopfschmerzen, Sehnen-, Gelenk- oder Atemproblemen profitieren und auch Privatangelegenheiten wie die Bedürfnisse von Schwangeren oder Meditierenden, von Hobbygärtnern, Anglern, Reitern oder Parcourläufern können im Fokus unserer gemeinsamen Arbeit stehen.

Es ist mir möglich, an all diesen Themen zu arbeiten und Interessierte in die Tiefe ihres eigenen Tuns zu führen, da allen erwähnten Tätigkeiten einen gemeinsamen Nenner haben: individuelle Gewohnheiten und den damit verbundenen individuellen Selbstgebrauch.

Wenn es also stimmt, wie F.M. Alexander sagte, dass die Art, wie ich mich selbst körperlich und mental gebrauche, einen grundlegenden Einfluss auf mein Funktionieren in mir selbst und in meiner Wechselwirkung mit meiner Umwelt hat, wenn meine Gesundheit, Klarheit und mein generelles Wohlergehen auf einem tiefen, universellen und zugleich höchst individuellen Level angegangen und entwickelt werden können, dann gibt es für beinahe jeden Menschen etwas zu tun, zu lernen und vor allem zu lassen.

 

Ich lade Sie herzlich dazu ein, diesen Weg gemeinsam mit mir zu erkunden ...

 





REFERENZEN

 

 

„Dank Herrn Kaemmerer wurden Verspannungen und Fehlhaltungen nicht nur aufgespürt und behoben, sondern durch die Einweisung in die Alexander-Technik ist man durchaus in der Lage, Fehler und Angewohnheiten selbstständig zu erspüren und an diesen zu arbeiten. Nach einer Stunde in Alexander-Technik fühlt man sich leicht und befreit, einerseits entspannt und gleichzeitig energiegeladen für neue Aufgaben.“

Daniela J.

 
 

"Die bisherigen Alexanderstunden haben mir sehr gut getan und vor allem empfinde ich sie als nachhaltig. In meinem Nackenbereich hat sich etwas gelöst und es fühlt sich im ganzen Körper angenehm und irgendwie auch natürlicher an. Herrn Kaemmerers begleitende Worte und Direktiven, die ich mir auch im Alltag oft in Erinnerung rufe, ergänzen den Prozess."

Lisa R.

 

"Die Stunden unter Herrn Kaemmerers Anleitung haben in mir eine tiefere Achtsamkeit meinem Handeln gegenüber ausgelöst. Während der Anwendung wurde eine deutliche Entspannung erzielt und seine eingängigen Erklärungen verhalfen mir zu einem Verständnis, das sich auch im Alltag mit gezielter Übung einbringen lässt."

Simon J.

 

 



 


KONTAKT 

 
 
 
Ich freue mich jederzeit über eine persönliche Nachricht von Ihnen.
 
Schreiben Sie mir dabei gerne bereits im Vorfeld etwas zu Ihrem Anliegen, Ihren Bedürfnissen oder konkreten Lerngegenständen, die Sie mit meiner Hilfe weiter entwickeln möchten.
 
Bitte beachten Sie außerdem die Auswahl häufig gestellter Fragen: FAQ